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ZulieferMarkt 07-08/2013

Gibt es eine Zukunft für die SPS?

Trends in der Steuerungstechnik

Die Internationale Funkausstellung (IFA) 2013 hatte ihre Tore geschlossen, und wieder einmal gab es in der Consumer-Technik viele Trends zu sehen, wie die per Smartphone steuerbare Waschmaschine oder die App, die morgens die Kaffeeauswahl direkt an die Küche weiterleitet. Die Beispiele zeigen: In der Konsumgüterindustrie sind einheitliche Schnittstellen schon weit verbreitet, deutlich weiter als in der industriellen Automatisierung. Der Datenaustausch von Smartphone zu Fernseher, von Waschmaschine zu Kühlschrank ist dank einheitlicher W-LAN-Schnittstellen wie Bluetooth oder Ethernet kein Problem.

Seit über 20 Jahren ist Thomas Lantermann bei Mitsubishi Electric, war u. a. zuständig für Projektabwicklung, Produktmarketing und Softwareentwicklung. Als Senior Business Development Manager IT verantwortet er heute den Ausbau strategischer Partnerschaften der e-F@ctory Alliance. Mitsubishi Electric Europe auf der SPS/IPC/Drives: Halle 7, Stand 380

Wird der Kühlschrank demnächst die Produktionsmaschine steuern? Zugegeben, das ist unwahrscheinlich. Doch der Trend zu einheitlichen Schnittstellen setzt sich auch in der Automatisierung zunehmend durch. Was bedeutet das für die SPS? Nun, neben SPSen gibt es in der Produktion diverse intelligente ›Computer‹ wie Motion Controller, Frequenzumrichter, Industrieroboter, intelligente Sensoren und Aktoren. Diese Systeme verfügen über eine eigene Rechen- und Speicherkapazität, die in der Regel für eine ganz spezifische Aufgabe optimiert worden ist. Die tatsächliche Leistung der Ressourcen wird dabei in vielen Fällen nur unzureichend genutzt. Genau das jedoch wird sich in Zukunft drastisch ändern!

Die Kunden benötigen im Zeitalter von Industrie 4.0 und Cloud Computing sehr viel mehr Flexibilität bei der (weltweiten) Vernetzung der Produktion und der sich selbstständig organisierenden Produktionsauslastungen. Sicherlich ist die ›vierte industrielle Revolution‹ für viele kleinere Firmen noch utopisch, doch auch für sie werden solche Kategorien wie Ablaufsimulation und vorzeitige Optimierung immer wichtiger.

»Die Leistung der Ressourcen wird oft nur unzureichend genutzt«

Die internationale Norm IEC 61499 bietet einen guten Ansatz, um die Wünsche der Kunden von morgen zu erfüllen. Mit diesem ›Werkzeug‹ kann der Kunde Funktionen programmieren und parametrieren. Den Ort, an dem die Funktion abgearbeitet wird, bestimmt die intelligente Software. Sie prüft, ob Rechenleistung und Speicherplatz ausreichen und ordnet die Aufgaben zu, ganz gleich, ob klassische SPS, Roboter, intelligenter Sensor oder – in Theorie – Kühlschrank oder Smartphone. Ein solches System hat e-F@ctory-Partner NXT Control auf dem Mitsubishi-Electric-›C Controller‹ realisiert. Die Software lässt sich auch auf diversen anderen Geräten nutzen.

Anbieter klassischer Automatisierungskomponenten begegnen den Anforderungen mit Hardware- und vor allem Softwarelösungen. Übergreifende Lösungen von der ersten Idee einer Maschine bis hin zur Wartung müssen ganzheitlich betrachtet werden. Zwar gab es dazu in der Vergangenheit immer wieder gute Impulse wie AutomationML, PackML oder Weihenstephan. Allerdings stoßen viele davon mangels einheitlicher Schnittstellen und die starke Lobby einiger Automationsanbieter an Grenzen.

»Die Grenzen müssen zugunsten eines einheitlichen Konzeptes verschwinden«

Die SPS wird überleben, wenn sich die Hersteller den Kundenanforderungen stellen, Software flexibler machen und für einheitliche Schnittstellen sorgen. Vom Bedienterminal zum Roboter, vom Motion Controller zum Sensor – die Grenzen müssen zugunsten eines einheitlichen Hard- und Softwarekonzeptes verschwinden. Ob eine Funktion im Sensor oder in der SPS ausgeführt wird, spielt dann keine Rolle mehr.

Der moderne Verbraucher wischt über sein Smartphone und zoomt mit zwei Fingern und die Nachfrage nach intelligenten Endgeräten wächst. Diese Entwicklung wird auch für Anbieter im B2B-Bereich wegweisend sein: Die IFA-Trends halten weiter Einzug in die industrielle Automatisierung, auch wenn der Küchenherd wohl kaum Produktionsbatches steuern wird. Schöne neue Automatisierungswelt!

Thomas Lanterman

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