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ZulieferMarkt 04/2015

Intelligent, aber holprig

Der Weg zur vernetzten Antriebstechnik

Das zurzeit viel benutzte Stichwort Industrie 4.0 steht prinzipiell für vollständig vernetzte, automatisierte und vor allem intelligente Systeme. Dieser auch als vierte industrielle Revolution bezeichnete Prozess eines tiefgreifenden Wandels steht in der elektrischen Antriebstechnik noch ganz am Anfang. Was sind eigentlich die Gründe für diesen schleppenden Start in einer ansonsten so innovativen Branche?

Tom W. Kiel, Leiter A-Drive Technology GmbH und Servo-Drive GmbH

Tom W. Kiel startete seine Karriere bei Siemens und war nach seiner Ausbildung bei T&N (Bosch) viele Jahre beim Hersteller von Steuer- und Regelungstechnik Mannesmann tätig. Seit 1988 ist Kiel selbstständig und leitet bis heute die im Jahr 2000 gegründete A-Drive Technology GmbH und die 2002 gegründete Firma Servo-Drive GmbH

Tatsache ist zunächst, dass auf dem Gebiet der Antriebstechnik noch nicht einmal die dritte industrielle Revolution – also die Digitalisierung von Systemen – durchgängig umgesetzt ist. Zwar gibt es diverse individuelle Lösungen, die diesbezüglich eine Vorreiterrolle übernehmen; dazu gehören zum Beispiel geberlose Systeme und Einkabel-Lösungen. Bei diesen Lösungen handelt es sich aber vornehmlich um ausgeprägte kundenspezifische Anwendungen, die nur punktuell zum Einsatz kommen. Bevor wir also zu einer intelligenten Antriebstechnologie im Sinne der Strategie Industrie 4.0 übergehen können, wird uns dieser Entwicklungsschritt noch eine geraume Zeit beschäftigen.

Dabei steht außer Frage, dass eine vernetzte Antriebstechnik große Potenziale in sich birgt. Das beste Beispiel dafür sind Smartphones, die sich in der Antriebstechnik theoretisch als Human-Machine-Interface nutzen lassen. Tatsächlich eingesetzt werden sie aber bislang nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei der Bedienung von Linearachsen zur Lampenverstellung. Die technische Umsetzung erfolgt dabei über Bluetooth – nicht gerade ein zukunftsorientierter Ansatz. Interessanterweise gibt es erste Ansätze in der Medizintechnik: Dort versucht man, die allgegenwärtige Verkabelung durch eine webbasierte Datenübertragung zu reduzieren. Diese fortschrittlichen Systeme befinden sich aber noch im Versuchsstadium.

»Noch nicht einmal die dritte Revolution ist umgesetzt«

Die eigenständige Reglerparametrierung ist ein weiteres Beispiel dafür, wie eine vernetzte, intelligente Antriebstechnik die Branche verändern kann: Der Motor wird über ein Kabel an den Regler angeschlossen und übermittelt seine Daten; der Regler parametriert sich anschließend automatisch. Diese Anwendung ließe sich durchaus noch erweitern, indem auch die jeweiligen Achsdaten übertragen werden. Um das zu realisieren, wäre nur ein Speicher an Bord des Motors erforderlich; die Datenübertragung vom Motor zum Regler könnte ebenfalls über einen Datenbus erfolgen.

Die beschriebene Einkabel-Lösung ist übrigens eines der wenigen Anwendungsbeispiele für Industrial Ethernet in der Antriebstechnik. Dabei müsste diese Technologie aufgrund der offensichtlichen Kostenvorteile und der hohen Leistung eigentlich zum künftigen Industriestandard werden – nicht zuletzt deshalb, weil damit der Schritt zu kognitiven Systemen greifbar wird. Eine Vernetzung von der Cloud bis zur Sensorik eröffnet ungeahnte Möglichkeiten und führt unweigerlich zu selbstlernenden Maschinen und Anlagen.

»Trotz aller Bemühungen fehlt nach wie vor eine gemeinsame Sprache«

Gleichwohl existieren zum gegenwärtigen Zeitpunkt lediglich Insellösungen. Die Ursache dafür liegt hauptsächlich darin, dass nach wie vor eine gemeinsame Sprache fehlt. Trotz aller Standardisierungsbemühungen ist es den an diesem Prozess Beteiligten nicht gelungen, ein einheitliches Anwendungsprotokoll festzulegen, das konsequent auf die Belange der Automatisierungstechnik zugeschnitten ist. Jeder Hersteller scheint sich durch ein eigenes Kommunikationsprotokoll unterscheiden zu wollen – das Resultat sind Protokolle, die untereinander inkompatibel sind. Der Schritt zu einer vernetzten Antriebstechnik wird auf einem solchen Weg zu einer echten Herausforderung.

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Unternehmensinformation

A-Drive Technology GmbH

Ziegelhüttenweg 4
DE 65232 Taunusstein
Tel.: 06128 9755-0
Fax: 06128 975555

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