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ZulieferMarkt 08/2015

Zur Zukunft der Automatisierung

Alles sicher? Digitalisierung und Vernetzung erfordern ganzheitliche Betrachtung

Mit Industrie 4.0 haben wir dem durchgängigen Einsatz von Internet-Technologien in der Produktion einen prägnanten Namen gegeben. Das Ziel ist die intelligente Fabrik (Smart Factory), die sich an flexible Abläufe, wechselnde Produktionsbedingungen und individuelle Losgrößen einfach anpassen lässt.

Armin Glaser, Leiter Produktmanagement, Pilz GmbH & Co. KG

Armin Glaser ist Leiter Produktmanagement bei der Pilz GmbH & Co. KG, nachdem er seit 2001 den Bereich Systeme der Sicherheitstechnik geleitet hatte. Zuvor war er bei AEG für die Automatisierungstechnik industrieller Feldgeräte und Kommunikationssysteme zuständig. Armin Glaser hat einen Abschluss in Nachrichtentechnik der FHTE Esslingen.

Welche Möglichkeiten sich ergeben, wenn künftig jedes Gerät, jede Maschine, jede Teilanlage, jedes Produkt und jede Fabrik vernetzt sind und alle notwendigen Daten jederzeit in Echtzeit dort zur Verfügung stehen, wo sie gebraucht werden, lässt sich vorerst nur erahnen. Fakt ist heute, dass – einer VDI-Studie zufolge – bereits 40 Prozent des deutschen Wirtschaftswachstums auf die Digitalisierung zurückzuführen sind. Digitale Daten und ihr effizienter Austausch definieren also künftig den Produktionsprozess und stellen den eigentlichen Wert in der Prozesskette dar. Der Grad der Vernetzung steigt nicht nur, er wird sogar zum Maßstab des Produktivitätsfortschritts an sich.

Neben der Digitalisierung ist die Dezentralisierung ein weiterer wichtiger Trend in der Automatisierung: Konstrukteure legen ihr Augenmerk auf einen modularen Aufbau von Maschinen und Anlagen. Das Modell der klassischen Automatisierungspyramide, das auf eine zentrale Steuerung von Maschinen und Anlagen und starre Hierarchien zwischen den einzelnen Ebenen setzt, stößt an seine Grenzen. Moderne Automatisierungssysteme setzen auf eine konsequente Verteilung von Steuerungsfunktionen. So entsteht ein Netzwerk intelligenter Maschinenmodule – Sicherheit und Automation inklusive.

»Der Grad der Vernetzung steigt und wird zum Maßstab«

Technisch betrachtet stellen Digitalisierung und Vernetzung im industriellen Umfeld nicht die große Schwierigkeit dar. Doch gelten besondere Herausforderungen für die Beherrschung der Komplexität von vernetzten Anlagen. Wo Dinge komplexer werden, steigt die Gefahr, Fehler zu machen, die letztlich auch zulasten der Sicherheit von Mensch und Maschine gehen können. Zu den wichtigen Aufgaben von modernen Automatisierungslösungen wird es künftig also gehören, die steigende Komplexität von verteilten, vernetzten Maschinen und Anlagen für den Anwender möglichst anwenderfreundlich zu übersetzen.

Software-Werkzeuge wie beispielsweise Editoren, die für Automatisierung und Sicherheit gleichermaßen geeignet sind, bieten die dafür notwendige Unterstützung. Diese Tools leiten den Bediener und überprüfen seine Eingaben fortwährend. Fehlfunktionen sind so erst gar nicht möglich. Resultat ist, dass Automatisierung und Sicherheit in einer Lösung verschmelzen – physikalisch vereint, aber logisch rückwirkungsfrei und klar voneinander getrennt.

»Safety ohne Security ist genauso wenig vorstellbar wie umgekehrt«

Wenn alles mit allem dezentral kommuniziert, steigt auch der Bedarf an abgesicherter Kommunikation. Diese umfasst gleichermaßen die Aspekte der Safety (Maschinensicherheit) wie die Anforderungen der Security (Betriebssicherheit). Als neue Schutzziele kommen also der Schutz von Produktionsdaten, Produkt- und Plagiatschutz, Know-how-Schutz, Zugangsschutz und der Integritätsschutz zu den bestehenden Anforderungen hinzu. Maschinenbauer, Automatisierer, aber auch die Endkunden müssen mit ihren Sicherheitsbedürfnissen wahrgenommen werden. Die Herausforderung liegt darin, die Anforderungen der beiden Welten Automatisierung und Informationstechnik zu passenden und praktikablen Lösungen zu vereinen und anschließend zu standardisieren. Künftig werden beide Bereiche der Sicherheit eng miteinander verbunden sein: Safety ohne Security ist genauso wenig vorstellbar wie umgekehrt. Industrie 4.0 braucht verlässliche Standards für Security, sonst werden die Lösungen nicht praktikabel sein und sich nicht durchsetzen.

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Unternehmensinformation

Pilz GmbH & Co. KG

Felix-Wankel-Straße 2
DE 73760 Ostfildern (Nellingen)
Tel.: 0711 3409-0
Fax: 0711 3409-133

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