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09.02.2017

Überwachungssystem für Fördergurte reduziert Stillstandzeiten

Hannover Messe: ContiTech demonstriert vorausschauende Instandhaltung

„Das Überwachungssystem Conti MultiProtect hilft, Schäden wie Längsschlitze oder Verbindungsfehler am Fördergurt im laufenden Betrieb frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu reparieren. Längerer Stillstand kann so vermieden werden“, erläutert Anwendungstechniker Patrick Raffler. | © ContiTech

Ob über oder unter Tage, steil bergauf oder über kilometerlange Distanzen: Fördergurte sind das Herzstück in vielen Industriebranchen. Unter rauen Arbeitsbedingungen transportieren sie tonnenschwere Lasten, scharfkantige, heiße sowie öl- oder fetthaltige Güter. Hier ist der reibungslose Gurtlauf für die Wirtschaftlichkeit entscheidend.

Kommt es zu einem längeren Stillstand der Anlage, bricht oft die gesamte Produktionskette zusammen. Für die Betreiber entstehen enorme Umsatzverluste. Damit Fördergurtanlagen auch bei einer hohen Auslastung langfristig störungsfrei laufen und wirtschaftlich arbeiten, setzen die Betreiber verstärkt auf Prävention. Innovative elektronische Überwachungssysteme ermöglichen es, jederzeit den genauen Zustand der Fördergurte festzustellen.

RFID-Chips lokalisieren Längsschlitze

„Größere Schäden wie Längsschlitze oder Verbindungsfehler am Fördergurt können gravierende Folgen für den Anlagenbetrieb haben und schlimmstenfalls zu Totalausfällen führen. Das Überwachungssystem Conti MultiProtect hilft, solche Schäden im laufenden Betrieb frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu reparieren. Längerer Stillstand kann so vermieden werden“, erläutert Anwendungstechniker Patrick Raffler.

Dabei werden in das Transportband eingebettete Rip Inserts (Schlitzschutzstellen) mittels ihrer charakteristischen Magnetfelder auf Längsschlitze überprüft. Durch den Einsatz von RFID (radio-frequency identification) Chips konnte ContiTech die Lokalisierung von Längsschlitzen im Gurt optimieren. Darüber hinaus ist Conti MultiProtect in der Lage, den Zustand der Verbindungsstellen zu erfassen sowie Schadstellen innerhalb der Karkasse zu erkennen. Die Bedienung des benutzerfreundlichen Systems ist intuitiv gestaltet und erfolgt auf einer grafischen Schnittstelle.

Detailliertes Bild von der Beschaffenheit der Fördergurte

„Mit dieser permanenten Überwachung ergibt sich jederzeit ein detailliertes Bild von der Beschaffenheit der Fördergurte ohne den laufenden Betrieb einstellen zu müssen. Reparaturen an Deckplatten können so präventiv und rechtzeitig geplant und damit Wartungskosten gesenkt werden“, beschreibt Raffler weiter die Vorteile. ContiTech setzt auf eine selbst entwickelte Software. „Unser langjähriges Know-how fließt in die Entwicklung intelligenter Softwarelösungen ein. Dadurch können wir unsere Kunden bestmöglich unterstützen. Das neue System erlaubt eine noch präzisere Überwachung von Stahlseilfördergurten als zuvor“, so Raffler.

App ViProtect: Smartphone analysiert Schwingungen

| ©

ContiTech zeigt auf der diesjährigen Hannover Messe außerdem eine Weiterentwicklung der App ViProtect für iOS- und Android-Systeme. Per Smartphone analysiert sie Schwingungen an Fahrerkabinen, Motoren und anderen Industriegeräten. Zu starke Schwingungen überlasten die Bauteile – teure, zeitintensive Ausfälle und Reparaturen können die Folge sein. Gezielte Messungen helfen dabei, das Schwingungsverhalten von Industriefahrzeugen und -maschinen zu analysieren. Mit diesen Daten findet die App die passende Lösung und schlägt Optionen für ein geeignetes Lagerungssystem vor. Damit hilft sie, Lebensdauer und Komfort nachhaltig zu erhöhen.

Weiterführende Information
  • 18.01.2017

    ContiTech stellt Fördergurtgeschäft neu auf

    Stärkere Konzentration auf Industriekunden und Service

    Mit dem neuen Geschäftsfeld »Industrial Belting Solutions« richtet ContiTech sein Conveyor Belt Business neu aus und konzentriert sich fortan stärker auf Industriekunden, zum Beispiel im Schüttgut- und Off-Highway-Segment. Ausgebaut werden vor allem Service und Beratung.   mehr

  • 25.11.2014

    ContiTech und Techmi: Längster Fördergurt Europas

    Installation in Montalieu überbrückt rund sechs Kilometer

    ContiTech und Techmi haben für das Zementwerk Vicat im französischen Montalieu den längsten Fördergurt Europas in Betrieb genommen. Um Kalkstein vom 6,2 km entfernten Abbaugebiet zum Werk zu transportieren, kommt ein Endlosgurt mit spezieller Gurtdrehung zum Einsatz.   mehr

Unternehmensinformation

ContiTech AG

Vahrenwalder Str. 9
DE 30165 Hannover
Tel.: 0511 938-0
Fax: 0511 93881770

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