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18.12.2013

Technical Plastic Systems (TPS) und Härter: strategische Allianz

Joint Venture für den chinesischen Markt

Produktionsanlage zur Herstellung von ABS-Steuergehäusen

Produktionsanlage zur Herstellung von ABS-Steuergehäusen. Dabei wird eine Vielzahl von Stanzteilen vollautomatisch bereitgestellt und in das Spritzgusswerkzeug eingelegt (Bild: TPS Group)

Die Automobilzulieferer Technical Plastic Systems GmbH (TPS) aus Wackersdorf und die Härter-Gruppe in Königsbach-Stein bei Pforzheim bündeln künftig ihre Asienaktivitäten in einem Gemeinschaftsunternehmen: Härter TPS Technologies Limited wird das Joint Venture der beiden Unternehmen im chinesischen Dongguan heißen. Die entsprechenden Verträge wurden Anfang Dezember unterzeichnet. Die Härter Asia Dongguan Ltd. wird 2013 mit 110 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von rund 13 Millionen Euro erwirtschaften. Das Unternehmen ist auf die Produktion von Stanz- und Hybridteilen spezialisiert. TPS hat die Hälfte der Anteile an Härter Asien übernommen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Behörden.

„Mit diesem Joint Venture bauen wir unseren internationalen Produktionsverbund weiter aus“, sagt Erhard Krauß, Geschäftsführer und CEO der TPS Group. Mit unseren Werken in Deutschland, Tschechien, Mexiko und jetzt China sind wir auf drei Kontinenten präsent. Das ist für unsere Kunden in der Automobilindustrie sehr wichtig. China wird für sie nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als Produktionsstandort immer bedeutender. Deshalb ist jetzt ein sehr guter Zeitpunkt, mit diesem Joint Venture eigene Kapazitäten in China aufzubauen.“ Auch Martin Härter, Geschäftsführender Gesellschafter und CEO der Härter-Gruppe, zeigt sich vom Sinn des neuen Gemeinschaftsunternehmens überzeugt: „Für mittelständische Unternehmen wie die TPS Group und Härter sind strategische Allianzen eine gute Option, um die von Märkten und Kunden geforderte weltweite Präsenz aufzubauen. Außerdem können in unserem speziellen Fall beide Partner von dem Know-how des jeweils anderen profitieren. Die Härter-Gruppe versteht sich als Experte im Stanzen und Umspritzen von Metall, die TPS Group hat ihren Schwerpunkt im Kunststoffbereich. Durch diese Fusion auf Augenhöhe stärken wir unsere Kompetenz und Präsenz auf dem asiatischen Markt und schaffen die Grundlage für zügiges und anhaltendes Wachstum.“

Die TPS Group erweitert mit dem Gemeinschaftsunternehmen ihr Portfolio an Produktionsverfahren um das Stanzen. TPS hat sich spezialisiert auf die Produktion von Kunststoffteilen im Spritzgussverfahren und sogenannten Hybridbauteilen, bei denen Kunststoff mit Metallteilen, Elektronikbaugruppen und weiteren Materialien wie Sensor- oder leitenden Folien kombiniert werden. Das Unternehmen beliefert damit überwiegend die Automobilindustrie. Härter entwickelt und produziert mit 1 500 Mitarbeitern an Standorten in Deutschland, Polen, USA und China Stanzwerkzeuge, komplexe Stanzteile, Spritzgießteile und Baugruppen. Das Unternehmen hat weltweit Kunden in den Branchen Automotive, Elektronik, Hausgeräte und Gebäudetechnik sowie Medizintechnik. Im Bild zu sehen ist beispielsweise eine Produktionsanlage zur Herstellung von ABS-Steuergehäusen. Dabei wird eine Vielzahl von Stanzteilen vollautomatisch bereitgestellt und in das Spritzgusswerkzeug eingelegt. Nach Umspritzung werden die Produkte diversen Funktionsprüfungen unterzogen. Die Anlage wurde am Standort Wackersdorf konzipiert und läuft ab 2014 in der Produktion bei Härter TPS Technologies Limited.

Unternehmensinformation

Technical Plastic Systems GmbH TPS

Karl-Rapp-Straße 1
DE 92442 Wackersdorf

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