nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
16.11.2015

Neuer Reluktanzmotor kommt ohne Sensoren aus

Entwicklung der TU Wien nutzt kurze Impulse zur Steuerung

Ein Reluktanzmotor mit spezieller sensorloser Steuerung (Bild: TU Wien)

Elektromotoren , die mit Permanentmagneten funktionieren, bringen ein Problem mit sich: Die besonders starken Magnete, die man dafür braucht, enthalten Seltenerdmetalle, die schwer verfügbar sind. Das ist einer der Gründe dafür, dass Synchron-Reluktanzmotoren immer interessanter werden. Der Rotor eines solchen Motors braucht weder Permanentmagnete noch Wickelspulen, außerdem haben Reluktanzmotoren einen besonders hohen Wirkungsgrad. An der TU Wien gelang es nun, diesen Motorentyp entscheidend zu verbessern: Durch eine neuartige Regelung kann man nun ganz auf Lagesensoren verzichten, die bisher immer als entscheidende Schwachstelle galten. Außerdem lässt er sich durch die spezielle Regelung hochdynamisch, stufenlos und ruckelfrei regeln.

Der richtige Takt ist entscheidend

Wie bei anderen Motorentypen sind auch im Synchron-Reluktanzmotor rund um den Rotor Elektromagnete angeordnet, die je nach Lage des Rotors richtig gepolt werden müssen, um den Rotor in Drehung zu versetzen. Man muss also genau feststellen, in welcher Position sich der Rotor gerade befindet. Dafür waren bisher Lagesensoren nötig, die Kosten verursachen, Platz benötigen und fehleranfällig sind. Dünne Drähte und feine Lötstellen bei den Sensoren gehen leicht kaputt und sind für viele Motorenausfälle verantwortlich.

Prof. Manfred Schrödl und sein Team vom Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe arbeiten bereits seit längerer Zeit mit großem Erfolg daran, Elektromotoren zu entwickeln, die ohne Lagesensoren auskommen. Mit einer sensorlosen Drehstrom-Synchronmaschine sorgte er bereits in den letzten Jahren für Aufsehen, nun präsentiert Prof. Schrödl bei der Fachmesse SPS IPC Drives auch einen sensorlosen Synchron-Reluktanzmotor.

Testimpulse statt Sensoren

Der entscheidende Trick bei der neuen Technik liegt darin, durch die Spulen der Elektromagnete elektrische Testimpulse zu schicken, die bloß einige Millionstel Sekunden dauern. Die elektromagnetische Reaktion auf diese Impulse lässt sich direkt messen, und daraus kann man die momentane Position des Rotors berechnen. Man nutzt die Stromzufuhr, die ohnehin nötig ist, eigene Sensoren braucht man dann nicht mehr. Besonders bei kleinen Drehzahlen und bei Stillstand war die Messung der Rotorposition bisher eine große Herausforderung. Dafür musste das Team der TU Wien ganz neue Methoden erarbeiten.

„Durch unsere Methoden steht bereits ab Stillstand das volle Drehmoment des Antriebes zur Verfügung, und zwar innerhalb einiger Millisekunden“, sagt Prof. Manfred Schrödl. Die neue Technik hat sich bei Permanentmagnet-Synchronmotoren bereits vielfach bewährt, mit dem Schritt zu den Reluktanzmotoren erweitert sich das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten nun noch einmal.

Ein besonderer Vorteil der neuen Technik ist, dass sie keine Geräusche verursacht, sie ist also auch für geräuschsensible Anwendungen gut einsetzbar, etwa für Lüftungen.

Twitter
Neuer Fachartikel

Faltenbälge schützen Mensch und Maschine


Zum Fachartikel

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Beispiel-Newsletter ansehen