nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
14.06.2016

Der Zug, der aus der Kälte kam

ICE 4 muss vor Testbetrieb Prüfprogramm absolvieren

Familienfoto: Die ICE der Generationen eins bis vier (v.l.) | © Siemens AG

Der erste Einsatz von zwei ICE-4-Zügen wird ab Herbst 2016 im Rahmen eines zwölfmonatigen Probebetriebs erfolgen. Bis dahin werden die Züge auf Herz und Nieren geprüft. Die Deutsche Bahn hat im Mai 2011 Siemens einen Rahmenauftrag für bis zu 300 Triebzüge erteilt. Die ersten Züge der Serienlieferung werden ab Fahrplanwechsel im Dezember 2017 den Fahrgastbetrieb aufnehmen. Die Züge sind zunächst für den Einsatz in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgesehen.

25 Jahre ICE in Deutschland

Am 2. Juni 1991 nahm die Deutsche Bundesbahn mit zunächst 25 ICE-Zügen der ersten Generation den Verkehr auf. Heute nutzen täglich rund 216.000 Fahrgäste das engmaschige bundesweite ICE-Netz und fahren dabei eine Strecke von durchschnittlich 318 km. Die ICE-Flotte hat bis heute über 1,8 Mrd. km zurückgelegt – das entspricht der 4.700fachen Entfernung von der Erde bis zum Mond. Aktuell sind rund 250 Triebzüge im Einsatz. Allein im Jahr 2015 sind fast 80 Mio. Fahrgäste mit den ICE-Zügen gereist. Ab Dezember 2017 wird die neueste ICE-Generation den Regelbetrieb aufnehmen.

Bevor die ersten Passagiere in den Zug steigen, muss der ICE 4 im Klima-Wind-Kanal von Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien zeigen, dass er auch unter extremen Wetterbedingungen zuverlässig arbeitet – bei brütender Hitze, aber auch bei klirrender Kälte. Dabei geht das Test-Szenario weit über die europäische Normenlandschaft hinaus. Die Deutsche Bahn hat weitere spezifische Tests in Auftrag gegeben, die insbesondere das einwandfreie Funktionieren der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungs-Systeme (HVAC) sicherstellen sollen.

Darüber hinaus wird geprüft, ob auch bei Schnee und Eis der Pantograph hoch- und runterfährt und funktioniert, die Scheibenwischer für freie Sicht des Triebfahrzeugführers sorgen, Türen öffnen und schließen, Trittbretter ausklappen oder auch die Toilette ohne Probleme richtig arbeitet.

Mehr zu dem Testpacours in dieser Bildergalerie:

  • 12 Wochen lang absolvierte der neue Intercity-Zug von Siemens im Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien ein umfangreiches Testprogramm. Hier, im längsten Klima-Wind-Kanal der Welt, muss der Zug beweisen, dass er auch bei Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometern, bei Temperaturen von minus 25 bis plus 45 Grad Celsius sowie bei Schnee- und Eisregen oder auch bei gleißender Sonne einwandfrei funktioniert. | © Siemens AG

  • Die Ingenieure von Rail Tec Arsenals (RTA) in Wien sind dick eingepackt in ihre Winterjacken. Schal und Kapuze sind bei Minusgraden unerlässlich. Sie stehen im eisigen Wind und richten die Schneekanonen aus: dicke Schläuche, die mit hohem Druck ein Luft-Wasser-Gemisch auf den Zug sprühen, das noch in der Luft zu Schnee gefriert. So lassen sich beispielsweise Eispanzer und Schneewehen erzeugen. | © Siemens AG

  • Die Klimaanlagen beim ICE 4 sind für eine Auslegungstemperatur mit voller Erfüllung der Komfortanforderungen von minus 20 Grad Celsius bis plus 40 Grad Celsius ausgelegt. Die Funktionsfähigkeit ist bis 45 Grad Celsius Außentemperatur mit geringer Leistungseinschränkung (reduzierte Absenkung der Innenraumtemperatur) gegeben. Die Kälteanlage ist teilredundant ausgeführt, d.h. es gibt zwei unabhängige Kälteanlagen, die zusammen die Kälteleistung bereitstellen, Damit wird bei Ausfall einer Kälteanlage immer noch eine Kühlfunktion gewährleistet. | © Siemens AG

  • Im Klima-Wind-Kanal wird nicht nur die Funktionalität aller Komponenten geprüft, sondern gleichzeitig werden die Messdaten zum Feinjustieren der Systeme genutzt. Ziel ist es, vor allem für die Fahrgäste den optimalen Komfort zu gewährleisten. Dafür sind rund 500 hochsensible Sensoren in jeweils 2 Wagen im Inneren des ICE 4 angebracht worden. Sie messen die Temperatur und Luftfeuchtigkeit und prüfen beispielsweise auch, ob die Gebläse der Klima-Anlage passend eingestellt sind und sich keine Zugluft bildet. | © Siemens AG

  • Rote Heizmatten simulieren die Körperwärme der Fahrgäste und Luftbefeuchter ihre Transpiration, so kann das einwandfreie Funktionieren aller Anlagen in einem vollbesetzten Zug bei realistischen Betriebsbedingungen überprüft werden. Ein sitzender Passagier strahlt rund 120 Watt Wärme ab. Das und andere Faktoren berücksichtigen die Siemens-Ingenieure bei der Auslegung und Einstellung der Klima-Anlage des ICE 4. | © Siemens AG

  • Die RTA-Wetterexperten in Wien besprühen den ICE 4 mit Wasser aus Düsen, so dass sich eine dicke, nasse Schneeschicht auf dem Kopfwagen des ICE 4 bildet. Fast jede Art von Niederschlag kann im Klima-Wind-Kanal bei RTA erzeugt werden, indem Temperatur und Wind sowie das Luft-Wasser-Gemisch aus den Düsen entsprechend eingestellt sind: vom feinen Nebel bis zum prasselnden Eisregen. Bis zu 27.000 Euro kostet ein Testtag – den Löwenanteil machen die Energiekosten aus: Die Anlage verbraucht bei maximaler Leistung so viel Strom wie eine deutsche Kleinstadt. | © Siemens AG

  • Schneeverwehungen und Vereisung stellen die komplexe Technik des ICE 4 vor besondere Herausforderungen. Türen, Bremsen, Luftansaugung – alles muss einwandfrei funktionieren. Bei den Klimatests werden deshalb zahlreiche sogenannte Funktionstest durchgeführt. Auch bei tiefen Temperaturen müssen die Bordküche und die WCs reibungslos funktionieren. Hier werden höchste Anforderungen an den Zug gestellt, da in beiden viele wasserführende Bauteile zu finden sind. Auch bei minus 25 Grad darf kein Bauteil einfrieren und alle Geräte müssen zuverlässig arbeiten. Im RTA wird daher auf Herz und Nieren geprüft, ob bei minus 25 Grad alle Funktionen unter simulierten Betriebsbedingungen arbeiten. | © Siemens AG

  • Eine freie Sicht bei einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist essentiell für den Triebfahrzeugführer des ICE 4. Deshalb ist besonders wichtig, dass der Scheibenwischer beispielsweise auch bei schwerem Pappschnee problemlos funktioniert. Die Tests im Klima-Wind-Kanal stellen dies sicher. | © Siemens AG

  • Auch wenn der Scheibenwischer des ICE 4 vereist ist, sorgt er für eine freie Sicht des Triebfahrzeugführers: Das Sichtfeld ist streifenfrei, und auch die Wischwasserdüse funktioniert trotz eisiger Temperaturen. Aber nicht bei allen Experimenten genügt die bloße Sichtprüfung: Rund 500 hochsensible Sensoren haben die Experten von Siemens und Rail Tec Arsenal (RTA) in den Wagen installiert, um die Reaktionen des Zuges bei Hitze, Kälte und Eis genau zu überwachen. | © Siemens AG

  • Türen, Bremsen, Luftansaugung – alles muss auch bei Vereisung und Schneeverwehungen funktionieren. Bei den Klimatests wird deshalb hierauf ein besonderes Augenmerk gelegt. Auch auf bewährter Technik basierende Komponenten – wie beispielsweise die Triebdrehgestelle SF 500 der ICE-4-Wagen werden bei jedem Wetter getestet. Sie sind zwar bereits beim ICE 3 Baureihe 407 im Einsatz, aber aufgrund des 100 Millimeter größeren Achsabstands kompakter und 136 Millimeter kürzer als die Drehgestelle des Velaro D (ICE 3 Baureihe 407). Darum gilt es, hier erneut ein umfassendes Testprogramm zu absolvieren, damit auch hier alles so rund läuft wie beim neuen ICE 3. | © Siemens AG

  • Der ICE 4 im Berliner Hauptbahnhof: Ab Herbst 2016 werden zwei Züge im Probebetrieb laufen. | © Siemens AG

  • Von seinen Vorgängern leicht zu unterscheiden ist der ICE 4 durch seine charakteristischen, übereinander angeordneten Scheinwerfer in Verbindung mit der wieder rechteckigen statt ovalen Windschutzscheibe. | © Siemens AG

  • Der ICE 4 bei seiner offiziellen Taufe mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Bahnchef Rüdiger Grube und Jochen Eickholt, CEO Division Mobility von Siemens. | © Siemens AG

1 | 0

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Twitter
Neuer Fachartikel

Faltenbälge schützen Mensch und Maschine


Zum Fachartikel

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Beispiel-Newsletter ansehen