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08.08.2017

Ersatzgewebe aus dem 3D-Drucker

3D-Druck in der regenerativen Medizin

Ersatz für zerstörtes Gewebe aus dem 3D-Drucker gewinnt in der regenerativen Medizin zunehmend an Bedeutung. Allerdings ist die Qualitätskontrolle dieser Ersatzgewebe schwierig. Wissenschaftler aus Würzburg und Lübeck testen in einem neuen Forschungsprojekt potenzielle Techniken.

In klassischen Verfahren der Gewebezüchtung werden 3D-Gerüste mit Zellen besiedelt, um daraus Ersatz für irreparabel geschädigtes Gewebe reifen zu lassen. Im Unterschied dazu liefert die sogenannte Biofabrikation mit Hilfe neuester 3D-Drucktechniken aus Zellen und Gerüstmaterialien Strukturen, die dem natürlichen Gewebe im Aufbau nachgeahmt sind. Dadurch soll eine schnellere und bessere Ausbildung von funktionalem menschlichem Gewebe erreicht werden. Allerdings: »Die Biofabrikation steckt als Forschungsfeld noch in den Kinderschuhen. Dem hohen Potenzial und ersten Erfolgen mit einfachen Strukturen stehen grundlegende Herausforderungen gegenüber«, sagt Professor Jürgen Groll. Dazu gehört beispielsweise die Tatsache, dass derzeit keine Methoden zur Charakterisierung der Strukturen sowohl direkt während des Drucks als auch während der Gewebereifung existieren.

Jürgen Groll ist Inhaber des Lehrstuhls für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde der Universitätsklinik Würzburg. In dem Forschungsprojekt ›PhotonControl‹ sucht er in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit Dr. Gereon Hüttmann vom Institut für Biomedizinische Optik der Universität Lübeck nach einem geeigneten Verfahren zur Qualitätskontrolle für künstliche Gewebeimplantate. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert das Projekt im Rahmen seiner Förderinitiative ›Wissenschaftliche Vorprojekte‹ mit rund 240.000 Euro.

Quelle: beipress

Weitere Informationen gibt Prof. Dr. Jürgen Groll von der Universitätsklinik Würzburg, Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde, T: +49 (0) 931 – 201 73610, E-Mail: office@fmz.uni-wuerzburg.de

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