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27.06.2017

Ein Aufzug auf (gewollten) Abwegen

Thyssen-Krupp Multi bewegt sich auch horizontal

Ringbahn für Hochhäuser: Das Multi-System kann sich auch horizontal durch Gebäude bewegen. | © Thyssen-Krupp

Thyssen-Krupp hat das Multi genannte Aufzugsystem in seinem neuen Aufzug-Testturms in Rottweil vorgestellt. Statt eine Kabine pro Schacht auf- und ab fahren zu lassen, bietet der Multi die Möglichkeit, viele Kabinen unabhängig voneinander zirkulieren zu lassen, vergleichbar mit einem U-Bahn-System im Gebäude. Ein mehrstufiges Bremssystem schützt die Kabinen, die von seillosen Linearmotoren angetrieben werden und über ein redundantes, kabelloses EDV- und Energiemanagement verfügen.

Keine Beschränkung in der Höhe

Transportkapazitäten können mithilfe des Multi-System laut Thyssen-Krupp um bis zu 50 Prozent gesteigert werden, gleichzeitig können die bei konventionellen Aufzugssystemen auftretenden Spitzen beim Energieverbrauch um bis zu 60 Prozent abgesenkt werden. Allein diese beiden Faktoren sorgen für dramatische Verbesserungen bei der Mobilität in Hochhäusern. Im Gegensatz zum seilgebundenen Aufzug unterliegt die neue Technologie keinerlei Beschränkungen in der Höhe.

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Andreas Schierenbeck, CEO von Thyssen-Krupp Elevator: „Wir sind davon überzeugt, dass Multi die Art und Weise, wie sich Menschen in ihrer gebauten Umwelt bewegen, wie sie leben und arbeiten, fundamental verändern wird. Er kann Wartezeiten deutlich verringern und sorgt für einen erheblichen Gewinn an Nutzfläche in Gebäuden. Multi ist der Schlüssel zum Umbruch in der Aufzugsindustrie.“

Elisha Graves Otis | © Gemeinfrei

Der Technologiesprung kommt gut 160 Jahre nach der Erfindung des konventionellen Aufzugs mit Seil und Sicherheitsbremse: Auf der Weltausstellung in New York 1853 stand Mechanikermeister Elisha Graves Otis auf einer Aufzugplattform hoch über dem Publikum – und ließ von einem Assistenten das Tragseil kappen. Die Demonstration ließ bei den Zuschauern den Atem stocken. Doch statt abzustürzen, sackte die Plattform nur wenige Zentimeter ab. Graves hatte die Sicherheitsbremse erfunden, bei der eine Stahlfeder Seil und Kabine verbindet und durch das Gewicht gespannt ist. Reißt das Seil, entspannt sich die Feder und rastet in Zahnschienen ein. Die Vorführung überzeugte: Bis 1856 konnte die Otis Elevator Company 27 Aufzüge verkaufen. Durch den sicheren Aufzug begann auch der Siegeszug der Wolkenkratzer.

Weniger und kleinere Schächste notwendig

Das Linearführungs- und Antriebssystem von Multi beim Schwenk. | © Thyssen-Krupp

Die neue Technologie benötigt weniger und kleinere Schächte als konventionelle Systeme und kann so die nutzbare Fläche in Gebäuden um bis zu 25 Prozent erhöhen. Die gewonnene Fläche kann vermietet werden und sorgt so für zusätzliche Einnahmen. Das bietet einen klaren Vorteil gegenüber seilgebundenen Aufzugssystemen, da diese, abhängig von der Gebäudehöhe, bis zu 40 Prozent der Geschossfläche für Schächte und technische Ausstattung benötigen. Ein weiterer Vorteil des Multi ist ein gleichmäßiger Energieverbrauch ohne erhebliche und kostentreibende Ausschläge nach oben. Auf diese Weise ist ein effizienteres Energiemanagement möglich, das auch die Investitionskosten für die Stromversorgungsinfrastruktur konsequent senken kann.

Die erste Fahrt des Multi fand im neuen 246 Meter hohen Testturm von thyssenkrupp in Rottweil statt, der gleichzeitig das deutsche Forschungs- und Entwicklungszentrum beherbergt. Die Konzeption des Turms weist in die Zukunft urbaner Mobilität: thyssenkrupp testet und zertifiziert hier die Aufzugslösungen von morgen. Mit zwölf Schächten bietet der Testturm optimale Möglichkeiten für Tests und Versuche jeder Art, bis hin zu Hochgeschwindigkeitsaufzügen, die mit bis zu 18 Metern pro Sekunde durch den Schacht rasen. Für die Erprobung und Zertifizierung des Multi sind drei Schächte reserviert.

Leichtbau reduziert Kabinengewicht um bis zu 50%

Der Aufzug-Testturm in Rottweil. | © Thyssen-Krupp

Eine Kerntechnologie von Multi ist ein seilloser Linearmotor, bei dem sich Linearantrieb und Leitgestänge um 90° drehen. Es handelt sich dabei um Linearmotortechnologie, die ursprünglich für die Magnetschwebebahn Transrapid entwickelt wurde. Dadurch können mehrere Kabinen problemlos in einer Dauerschleife in einem Schacht hinauf und im anderen hinunter fahren – vergleichbar mit einem Ringbahnsystem auf vertikaler Ebene. Fortschritte beim Leichtbau ermöglichen zudem eine Reduktion des Kabinengewichts um bis zu 50 Prozent.

Anlässlich der Weltpremiere des Multi stellte Thyssen-Krupp mit dem Immobilienentwickler OVG Real Estate bereits den ersten Kunden des neuen Aufzugssystems vor. OVG wird im neuen East Side Tower in Berlin verschiedene Multi-Systeme installieren.


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ThyssenKrupp Elevator AG

ThyssenKrupp Allee 1
DE 45143 Essen

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